Rückblick - Saison 2015



03.02.2016

Patric Niederhauser: "Der Umstieg war nicht leicht"


Patric Niederhauser: "Der Umstieg war nicht leicht"

Patric Niederhauser hat seine erste Saison in der Lamborghini Super Trofeo Europa als Gesamtsechster beendet. Technische Defekte und viel Pech verhinderten ein besseres Abschneiden. Trotzdem ist der 24-jährige Berner mit seiner Leistung zufrieden. Im Interview lässt er die Saison 2015 nochmals Revue passieren.

Wie zufrieden bist du mit dem Verlauf deiner ersten Saison in der Lamborghini Super Trofeo Europa?
Mit meiner eigenen Leistung bin ich sehr zufrieden. Der Speed war da und am Ende des Jahres schaute in Sebring ja auch noch ein souveräner Start-Ziel-Sieg heraus. Trotzdem bin ich von den Ergebnissen her enttäuscht. Es gab sicher fünf Rennen, die wir hätten gewinnen können oder sogar sollen. Aber jedes Mal ist etwas dazwischen gekommen. Oft waren es kleine Defekte, manchmal war es einfach nur Pech. Je mehr Zeit ich im Auto verbringen konnte, desto schneller wurde ich. Aber weil wir nur einen Tag getestet haben, sind viele Probleme eben erst an der Rennstrecke aufgetreten. Das hat uns gute Resultate gekostet und hat sicher auch auf die Stimmung geschlagen.

Wie ist dir der Umstieg vom Formelauto in den Lamborghini gelungen?
Das war gar nicht so einfach. Es ist mir so vorgekommen, wie der Wechsel vom Kart ins Rennauto. Der Gewichtsunterschied ist massiv. Das Auto rutscht viel mehr. In Kurven, die du mit dem Formelauto problemlos voll genommen hast, musst du plötzlich bremsen. Das alles braucht seine Zeit. Durch die wenigen Tests dauerte es bei mir zwei bis drei Rennen, bis ich mich im Auto wohl gefühlt habe.

Wie sah deine Arbeit als Young-Driver von Lamborghini aus?
Als Young-Driver von Lamborghini durfte ich an den Tests teilnehmen, um das Auto weiter zu entwickeln. Ausserdem hatte ich als einziger der auserkorenen Junioren die Gelegenheit, für die Squadra Corsa Werks-Lamborghinis zu testen. Ein weiteres Plus: Ich durfte als Instruktor bei Lamborghini-Fahrkursen arbeiten. Diese Kurse werden für Lamborghini-Kunden angeboten. Auch das war Teil meines Jobs.

Welche Pläne hast du für 2016?
Der Plan ist es, mit Lamborghini weiterzumachen und auf dem Jahr und den Erfahrungen, die ich gesammelt habe, aufzubauen. Ich würde mich freuen, wenn ich die Zusammenarbeit mit Lamborghini noch intensivieren könnte. Ich sehe da noch viel Potenzial und eine grosse Herausforderung. Das Ziel ist in mit Lamborghini in einer GT3-Serie zu starten und ich bin mir sicher, euch bald mehr über meine Pläne für dieses Jahr bekannt zu geben.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch nochmals beim Team Raton Racing, speziell bei Roberto Tanca und Marco Ubaldi und bei Lamborghini bedanken, für die Chance, die man mir gegeben hat und für das entgegengebrachte Vertrauen. Ausserdem gilt natürlich auch der Dank all meinen Sponsoren, meiner Familie und all denen, die es ermöglicht haben, dass meine Rennfahrerkarriere erfolgreich weiter geht.